So lange hat es natürlich nicht gedauert, bis Klarheit geschaffen wurde im Fall Katerchen… Natürlich nicht. Der Ausgang ist noch nicht sicher, aber besser könnte man sich ihn nicht vorstellen. Ich hab immer versucht, meine vom Heulen geschwollenen Augen in Ordnung zu bringen und zu den Nachbarn marschieren. Als nach 3,5 Tagen heulen endlich so weit war, klingelte bereits an der Tür und meine beste Nachbarin, die von meinem Leid bescheid wusste, hat mal nebenbei gefragt: er soll tatsächlich nach Südeuropa NICHT mitkommen und der Vorschlag, mich auf Priorität 1 zu übernahme zu setzen. Ich dachte es wäre ein Scherz, aber sie wusste genau, dass man sich mit mir keine Mogelei zu dem Zeitpunkt leisten kann. Obwohl sie wussten, dass er inzwischen schon hier fast ein zweites Zuhause hat, hat sie die Frequenz und der Zusammenhalt schon überrascht. Kurz danach ist das Urlaubskaterchen auch wieder aufgetaucht und hat sich wieder an seine Revierrunde gut gewöhnt. Ich muss es noch persönlich besprechen und mich darauf einstellen, bzw. noch keine Luftsprünge zu machen, denn ich WILL NICHT enttäuscht werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich der Aufgabe, einen Freigänger zu halten. Aber ein Zurück ist undenkbar.
Entwarnung
27 08 2009Kommentare : Kommentar schreiben »
Kategorien : Oliver, der Kater
Ich bin so traurig…
10 07 2009Schon wochenlang gegrübelt, wieso denn Kater Oliver nun weg ist, angeblich wo in Sommeraufbewahrung und nun steht das Haus zum Verkauf. Auf dem Rückweg aus Wien hab ich es erfahren und der Gedanke zerreisst mich, dass ich vielleicht mein Katerchen, mein Leihkaterchen, nie wiedersehe, mich nicht verabschieden kann, oder wenn doch, er dann trotzdem weg sein wird. Ich hab mit den Leuten nie direkt gesprochen, jetzt mal nachfragen, braucht er vielleicht eine Bleibe im alten Revier? Nein, zu schwammig der Gedanke. Bekomme ich eine solche Frage denn überhaupt raus?
Ich habe Urlaub und sitze zu Hause und heule von morgens bis abends. Die schöne Zeit, die vier Jahre dürfen doch nicht auf einen Schlag ausgelöscht werden. Oli, ich vermisse Dich so. Du warst mein Ruhepol. Ein Zauberwesen, der einen eigentlichen “Hundemenschen” zum Katzenliebhaber verändert hat. Der Garten ist so leer ohne Deine spontanen Besuche. Wenn es einen siebten Sinn gibt, dann spürst Du, wie in mir alles abstirbt. Ich fühle mich so machtlos, denn Du “gehörst” ja nicht mir. Hast ja nie gehört. Was war es dann, was Dich immer wieder, tag für Tag zu uns geführt hat. Spürst Du jetzt mit Deinem siebten Sinn, wie sehr ich leide? Ich will aber nicht, dass es Dir schlecht geht. Bestimmt birgt das Leben für Dich noch viele Abenteuer, wo auch immer Du mal sein wirst. Hoffentlich aus so vertraut und geborgen, dass Du wie bei uns einfach sorglos und langgestreckt stundenlang verweilen kannst, ohne Hetze und Unruhe.
Ich wünsche mir so sehr, Dich noch mal in der Nähe zu haben, “mein” Katerchen!
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Kategorien : Oliver, der Kater
Ab 6 – 12 von 12
14 06 2009Schon immer wollte ich mir an Riksu Beispiel nehmen und bei 12 von 12 einsteigen. Nun hab ich es endlich nicht verschwitzt und den Einstieg ins Wochenende (das wieder mal viel zu schnell vorbei war) dokumentiert, allerdings erst nach der Arbeit, denn am Freitag mit einer Schulung für Ingenieure hab ich noch nicht mal vor 17 Uhr gefrühstückt .
Die letzten schwülen Nachmittagssonnenstrahlen genossen:

Und nun den Kräutergarten fürs Abendessen plündern:

Den Flugplan verfolgen, pünktlich, ja.

Dann auf der Terasse bequem machen in guter Gesellschaft

und einen Schluck trinken, bevor es noch losgeht:

Noch jemanden ganz doll vermissen

und die fertig vorbereitete Wüste weiter verschönern:

auch wenn einiges das Auge erfreut:

und auch das “Karelische Mädchen”:

Dann einfach mal das Bad sprudeln lassen:

und ab aufs Sofa mit neuen Kuschelkissen (ich gestehe, Marimekko, aber das Muster geht ja… ehrlich gesagt, ich mag es)

Und alternative Konfirmationskarte fertig schreiben:

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Kategorien : 12 von 12
Wieso rennt die Zeit so…?
8 06 2009Dank einem lieben Stubser wurde ich daran erinnert, dass ich einen Blog habe… Halbes Jahr ist es her? Ich weiss nicht, woran es liegt. Vielleicht weil ich ohnehin schon den ganzen (Arbeits-)tag vor der Kiste verbringe, oder anderswo im Netz rumschwirre und tüchtig meinen Senf abgebe… Passiert ist ja viel, es war kkkkkalt, es waren elendlang Schneeklumpen hierzulande, es war dann immer noch furchtbar winterlich, dann kam der “Frühling” (also es taut) und dann sofort der Sommer. Ende Mai gab es ein traumhaftes Wochenende und seither dann wieder kkkkalt.
Ich war zweimal in Deutschland, zu Ostern und dann nochmal an einem Brückentag im Mai. Vermeintlich lange Aufenthalte enden dann immer mit dem Kater, dass die Zeit doch viel zu kurz ist um alle zu Besuchen, dies und jenes tun und in den Koffer passen auch nur 20 kg. Das war echt problematisch, da wir noch für unsere Renovierung jegliche Dinge in Deutschland vorbestellt haben, aber die Post ist ja so traumhaft günstig. Nun hat alles seinen Platz gefunden.
Beruflich ist es auch stabil, mein Aufgabenkreis rotiert um die typischen Benutzerfreundlichkeitpromo, aber neulich auch um graphische Planung der Software, Zeichnen und Typographie, ein Traum!
Ach so, kkkalt war ja nicht die ganze Zeit, denn wir waren im Februar auf Curacao. Traumhaft, so eine interessante Insel. Kleinholland in der perfekten Landschaft. Mein flickr müsste dringend mit Bildern gefüttert werden. Sommerurlaub wird eher mager sein (zeitlich gesehen), so typisch Finnisch, wir werden zuhause sitzen und hoffen, dass es wärmer wird als 4 Grad (aber sicher nicht 4-5 Wochen am Stück wie üblich. Wir sparen den Urlaub auf aufregendere Pläne!). Einen Abstecher für nicht ganz eine Woche machen wir nach Wien und Umgebung – eine liebe Freundin und einige Verwandte zu besuchen – 2004 haben wir mehr von Österreich erkundet und es ist eine Wonne! Danach ruft noch unser Haus und der Garten nach Änderungen, aber das macht total Spass. Gerade habe ich mein Blumenbeet erneuert und bin dabei einen Steingarten anzulegen. Silberschmieden wurde im Frühjahr sehr aktiv betrieben und einige neue Modelle sind entstanden. Dazu baldigst mehr.
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Kategorien : Dies & Das
18 01 2009
Hat zwar drei Jahre lang gedauert, aber ich hab die Gelegenheit genutzt und mir einen Traum erfüllt.
Während einer Firmenfahrt nach Levi (finnisch Lappland) haben einige von uns ein Huskysafari unternommen.
Die Leviseite ist nicht sonderlich informativ und die meisten Farmbesuche und Fahrten sind fest im Wochenplan eingeplant (für die Allgemeinheit), dennoch gibt es einige Anbieter, die sehr zuvorkommend auf die Wünsche eingehen. Wir haben uns für Giewont Adventures entschieden.
Die 80-köpfige Hundefarm wird von einem finnisch-polnischen Ehepaar geführt und bietet Safaris von verschiedenen Grösse an und zwar an zwei Stellen: Luvattumaa in Levi und eine Fahrt am Kennel, in Kittilä/Ylläs mit einem anschliessenden Besuch bei den Hunden und Hundebabies. Wir haben uns für eine einstündige 15 km Fahrt im Kennelwald entschieden. Der ganze Aufenthalt dauert etwa 3 Stunden, erst wird man abgeholt, dann geht es ab zum Kleidungsverleih. Wir haben schon bei den vielversprechenden -17 Grad in Levi (Nacht zuvor waren es -32 Grad) alles mögliche mit Thermokleidung angezogen, doch der Veranstalter sorgte NOCH für Thermoanzüge, Thermostiefel, Lammfell(über)handschuhe, Gesichtsmasken.
Man durfte entscheiden, ob man nur im Schlitten mitfahren möchte bzw. Fahrer werden. Ein Leiter fährt am ersten Schlitten mit Passagier (Passagier im Führerschlitten war ja ich, hatte keinen Ehrgeiz, dies selber zu versuchen), ansonsten mutige Kollegen als Passagiere bei Anfängern, mit möglichem Wechsel des Fahrers.
Es folgte eine Einweisung. Kommandos gibt nur der professionelle Führer im ersten Schlitten, alle anderen bremsen und steuern nur. In meinem Schlitten wurde die Fahrt mit dem Namen des ersten Leaders aktiviert, und der war heissblütiger Carlos
ein schneeweisser Siberian Husky http://www.giewont-adventures.com/9. Ausser ihm waren in meinem Schlitten nur Alaskan Huskies – Kerle: Omar, Chaplin und Colin http://www.giewont-adventures.com/7 und Damen: Jill und Bella http://www.giewont-adventures.com/6. Insgesamt sechs Hunde. Als wir mittags gestartet haben und in diesem Gebiet die Temperatur [b]-28 Grad [/b]war, kamen die Hunde schon von einer 15 km Fahrt und manche wurden erstmal ausgetauscht. Es wurde munter gebellt, beim laufen bellt keiner
Die Pausen, in dem der Führer (in unserem Fall war’s ein Mädel, mit roten Bäckchen, eisgefrorenen Wimpern und dick in Lapplandsfarben eingemummelt) den Schlitten anhielt, guckten sie ganz ungeduldig wann’s weiter geht. Das Tempo ist etwa 20-35 km, war aber selten schneller. Nur ein kleiner Abgrund konnte knapp werden, aber wir hatten doch noch Gleichgewicht und auch bei den Anfängern ging alles gut. Ein kritischer Punkt war noch, wenn wir zu einer Y-Wegkreuzung kamen und Carlos wollte in die andere Richtung als alle anderen, wurde aber schnell zur Vernuft gebracht. Wir haben auch gefragt, welche Temperatur ist sense (wann die Fahrt nicht stattfinden kann). Es war -35 Grad, allerdings liegt es eher an Leuten, nicht an den Hunden…
Manchmal wurde mein Schlitten “geparkt” und die Führerin ging zu den anderen nach dem rechten zu sehen. Carlos hat immer leicht gezerrt, aber ohne Führer hat sich der Schlitten von der Verankerung Gott sei dank nicht losgelöst. Kalt mit all den Decken und Kleidung war’s nicht wirklich, nur Schneebommel an den Wimpern und ab und zu Zehen und Finger eingefroren, aber nach kurzen Schmerzen beim Aufwärmen am Feuer in der Hütte ging’s wieder.
Die Landschaft war wunderbar, da wir gerade eine tiefe Sonne und den Sonnenuntergang erwischt haben (derzeit ist dort etwa 3 Stunden hell). Danach ging es ab in die Hütte – Kaffee, Tee, Korvapuusti Hefeteilchen. Selbst diese und die Milch waren gefroren. Die Kamera hat den geist aufgegeben, einiges konnte ich noch mit vereinten Kräften fotografieren und bekomme noch ein paar Bilder von anderen, je nachdem wessen Kamera am zuverlässigsten arbeitete. Auch die Babies haben fröhlich gehüpft und am Eingang begrüsste uns das Maskottchen, Samojede Sammari http://www.giewont-adventures.com/21 . Ein weisser Teddy
Der Schnee war sehr gelb dort, das muss man schon sagen
.
Trotz stolzem Preis von 105 Euro für die ganze Tour: das Erlebnis war’s wert!
Eindrücke:
Die Begrüssung von Samojede & co. (beim Tageslicht pur)

Ein neugieriges Kerlchen

Die Leiterin mit den Babies:

Meine Truppe:

Der Sonnenuntergang:

(es war recht wenig Schnee!)
Wieder im Warmen:

Zum Abschluss, unser Hexenhäusschen de Luxe
(gehört aber nicht zum Veranstalter)

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Kategorien : Finnlust, Wahlheimat ist schön
99 things
30 12 2008Mal bei Riksu abgeguckt, aber nun selbst beantwortet. Los geht’s.
Things you’ve already done: bold
Things you want to do: italicize
Things you haven’t done and don’t want to – leave in plain font
1. started your own blog
2. slept under the stars
3. played in a band
4. visited hawaii
5. watched a meteor shower
6. given more than you can afford to charity
7. been to disneyland/world
8. climbed a mountain
9. held a praying mantis
10. sang a solo
11. bungee jumped
12. visited paris
13. watched a lightning storm at sea
14. taught yourself an art from scratch
15. adopted a child
16. had food poisoning
17. walked to the top of the statue of liberty
18. grown your own vegetables
19. seen the mona lisa in france
20. slept on an overnight train
21. had a pillow fight
22. hitch hiked
23. taken a sick day when you’re not ill
24. built a snow fort
25. held a lamb
26. gone skinny dipping (does Lush count?)
27. run a marathon
28. ridden a gondola in venice
29. seen a total eclipse
30. watched a sunrise or sunset
31. hit a home run
32. been on a cruise
33. seen niagara falls in person
34. visited the birthplace of your ancestors
35. seen an amish community
36. taught yourself a new language (ONE???)
37. had enough money to be truly satisfied
38. seen the leaning tower of pisa in person
39. gone rock climbing
40. seen michelangelo’s david in person
41. sung karaoke (oh well, once…)
42. seen old faithful geyser erupt
43. bought a stranger a meal in a restaurant
44. visited africa
45. walked on a beach by moonlight (in Hawaii, yes!)
46. been transported in an ambulance
47. had your portrait painted
48. gone deep sea fishing
49. seen the sistene chapel in person
50. been to the top of the eiffel tower in paris
51. gone scuba diving or snorkelling
52. kissed in the rain
53. played in the mud
54. gone to a drive-in theatre
55. been in a movie
56. visited the great wall of china
57. started a business
58. taken a martial arts class
59. visited russia
60. served at a soup kitchen
61. sold girl scout cookies
62. gone whale watching
63. gotten flowers for no reason (there is always a reason)
64. donated blood
65. gone sky diving
66. visited a nazi concentration camp
67. bounced a cheque
68. flown in a helicopter (if cannot be avoided)
69. saved a favorite childhood toy
70. visited the lincoln memorial
71. eaten caviar
72. pieced a quilt
73. stood in times square
74. toured the everglades
75. been fired from a job
76. seen the changing of the guard in london
77. broken a bone
78. been on a speeding motorcycle
79. seen the grand canyon in person
80. published a book (not, but a magazine)
81. visited the vatican
82. bought a brand new car
83. walked in jerusalem
84. had your picture in the newspaper
85. read the entire bible
86. visited the white house
87. killed and prepared an animal for eating
88. had chickenpox
89. saved someone’s life
90. sat on a jury
91. met someone famous
92. joined a book club
93. lost a loved one
94. had a baby
95. seen the alamo in person
96. swum in the great salt lake
97. been involved in a law suit
98. owned a cell phone (wow!)
99. been stung by a bee
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Kategorien : Uncategorized
Traditionelles Weihnachtsessen
23 12 2008Ich bin mir nicht sicher, wieso heute halb Finnland in die Geschäfte läuft , wie von der Tarantel gestochen? Is was? Ich bin mir sicher, dass nach dem Gesetz schon einige Läden auch am 2. Weihnachtstag auf haben.
Ich hab’s vermieden. In Deutschland ist es nicht weniger stressig, aber in Finnland sieht Einkaufsstress vor Weihnachten wie ein lahmer Verkaufssamstag in Deutschland. Mönsch, wir sind ja nur 5 Millionen hier! Und wieso heisst 5 Verkäuferinnen und drei Kunden Stau? Vielleicht, weil es zu dieser Jahreszeit nur Aushilfen weit und breit gibt? Ne, also meine Weihnachtsgeschenke waren vor Moooontaten besorgt, und teilweise längst überreicht. Heut nur noch den finnischen Weihnachtsschinken abholen: und seit einigen Jahren sind wir klüger und bestellen es auf dem Land, bei der Räucherei Tyysteri (backen aber selbst) in der Nähe von Porvoo. Der Laden — trotz wenig Werbung — scheint sehr beliebt zu sein: schliesslich ist die “Metzger-deines-Vertrauens”-Kultur hier nicht existent, und alles verwässerte, in Plastikboxen eingepackte Fleisch kommt von zwei Olig…Grossherstellern. Im Vergleich zum Supermarkt war der Kilopreis noch nicht mal 1 Euro höher. Biosiegel gibt es hier meines Wissens nicht, aber die Qualität ist bemerkenswert. Schmeckt besonders morgens mit dem superscharfen, handgerührten Kaiserssenf Keisarin Sinappi aus Porvoo.
An Karpfen komm ich hier nicht ran, also fällt für mich das traditionelle schlesische Essen schon mal flach, wird aber durch einen anderen Fisch mit Pilzsauerkraut und Kartoffelpurée ersetzt.
Dann gibt es noch das leidige Thema finnische Aufläufe (laatikot). Bäh, wie kann man bloss? Ich würde schon verstehen, wenn man festlich das entsprechende Gemüse selbst zu einer bräunlichen, ungewürzten Pampe zerkocht (und für die drei Sorten sind es süssliche Kartoffeln, Möhren oder Steckrüben), aber sie kaufen es fertig! So Finnisch werd ich nie — muss aber auch gar nicht
Unser Kompromiss: da ich es nicht esse, kaufen wir es in unserer Restaurantschule, halbwegs “selbst gemacht” und dort gibt es noch div. andere finn. Leckereien zum Fest wie Rentierfleischsalat, Kaviar, Piparkakkuquark.
Ich muss sagen, ich freu mich schon auf Ostern! ![]()
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Kategorien : Finnfrust, Finnlust
Es wird Licht
21 12 2008Heute ist der kürzester Tag des Jahres. In einer kurzen Runde durch den Helsinkier “Weihnachtsmarkt” haben wir die moderne Beleuchtung der Esplanaden gemerkt: kühlweisse LED-Lichter, die die Bäumenäste umhüllen. Das ist schon was innovatives! Der Markt aber vermittelt leider nicht die Stimmung, die man aus Deutschland so kennt. Dennoch besser als gar nichts.
Wichtig ist: die Tage werden wieder länger (kann es bitte schon NACH Weihnachten sein?).
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Kategorien : Finnlust, Uncategorized
Dunkel, so richtig faul
20 12 2008Passend zur Jahreszeit in der nur zwischen 9:30 und 15 Uhr etwas graublaues Licht erscheint, wurde ich gezwungen zu faulenzen. Mit einer fiesen Enterovirusinfektion, die derzeit Finnland beherrscht. Nach etlichen Fehldiagnosen, hab ich die Krankheit selbst ergugelt und schon Tage später hiess es in den Nachrichten, dass momentan die Krankheit wild umhergreift. Ich hoffe, dass ich zum Fest wieder hergestellt bin.
Wer auch noch faulenzt ist mein Leihkater. Den kann man hier vom unterm Sofa oder gar auf seinem Platz gar nicht mehr wegkriegen:

Oli pennt statt Lola rennt
Oder er macht gerade Bekanntschften mit der Tigerente:

Tigerentenbekanntschaft
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Schlagwörter: Oliver Katti
Kategorien : Oliver, der Kater, Uncategorized
Wieeee lange ist es her?
17 12 2008Ach so, ich hab zuletzt im August geschrieben. Ne, ist klar. Na gut, jetzt hab ich stressfreie Vorweihnachtszeit, weil ich mit einer Monsterantibiotikakur zuhause flach liege. Also eine kurze Zusammenfassung:
- Im September war wieder Reisen angesagt. Alljährlich in die Heimat. Eeeeigentlicht sollte ich weiter nach Polen fliegen (wohl nach einem Jahrzehnt in die “Heimat”stadt wieder) zu einem Gymnasiumjubileumstreffen, aber der Wi(t)zAir Flieger wurde einfach abgesagt. Momentan kämpfe ich noch um eine entsprechende Entschädigung. Es geht rund auf dem Billigfliegerhimmel. Wären bloss alle so zuverlässig wie die gute Air Berlin! Anfang September kam auch meine liebe Freundin Annette mit ihrem Freund, wie jedes Jahr, zu Besuch. Nächstes Jahr ist auch schon geplant, im Mai
Der Besuch meiner Mama in Finnland ist wieder ins Wasser gefallen, oder besser gesagt das gebuchte Ticket. Ihre Gesundheit lässt es einfach nicht zu
- Oktober ist der Monat, in dem ich dann wieder Kurzreisen mit zwei meiner finnischen Freundinnen unternehme. Diesmal war es Berlin (letztes Jahr Köln), da so gut mit Air Berlin zu erreichen. Wir haben früher eine ähnliche leitende Funktion in der (Gott-sei-dank-ex)Firma gehabt und seitdem verbinden uns unsichtbare Fesseln, immer etwas schönes zu unternehmen. Passend haben wir zu Berlin Festival of Lights geschafft, Night of Shopping (noch besser), einer ausgiebigen Runde Besichtigung (Hightlight DDR Museum! Es ist genial), und haben sogar in der Unsichtbar gegessen. Es war eine Erfahrung für sich! Es hat prima geklappt. Die Bedienung war flotter und geschickter, als finnische Bedienung es im Hellen je schafft und die Portionen könnten kleiner sein, denn man isst und isst und hab das Gefühl, das Essen wächst auf dem Teller. Nicht zuletzt, dass die genialen Menüs vier Gänge beinhalten. Mit meiner Veggie lag ich ausser Käse im Salat und Schoko mit Obst im Nachtisch vollkommen falsch, was es ist. Schon erstaunlich wie man die Sinne schärfen kann.
Im November gab es mehr Reise”stress”: meine spanische Freundin hat ihren Finnen in Barcelona geheiratet. Es war eine wunderbare Feier im Freien und eine Multikultiidee ohne dämliche Spielchen, die die Spanier anscheinend bei Hochzeiten nicht so gern haben. Mit der Sprachbarierre würde es keinen Sinn machen. Aber es gab einige interessante Programmpunkte und gerade die Finnen waren darin aktiv, etwas vorzutragen oder vorzusingen/-spielen. Der Bräutigam hat eine Wahnsinnsrede in beiden Sprachen geschmissen, lebt selbst seit 2005 dort. Meine Freundin hat natürlich als rassige Spanierin supertoll in ihrem Kleid ausgesehen. Danach reichte noch etwas Zeit für einen kurzen Besuch im Menschenleeren Sitges, wo wir übernachtet haben (das Fest fand auf einem Landgut in Vilanova i Geltru) und später auch beim echten Novemberwetter (das allerdings ein Eckchen besser und heller war als Finland) ebenfalls in Barcelona. In der kurzen Zeit hab ich geschafft, zweimal Pimientos del Padrón (mit Öl und grobem Meersalz) zu verspreisen. Ohne die kann ich nicht leben.
Dann kam ja mein Geburtstag, das wir normalerweise zur Zweit feiern, denn Finnen haben es nicht so mit Geburtstagen. Eher Namenstagen. Ich hab mich an den Kulturschock gewagt und in unserem kleinen Team in der neuen Firma doch schon Kuchen angeboten. Sie hiessen so einen leckeren Kulturschock auch willkommen. Kein Problem also!
Das Ende des Monats November wurde dann vom Tod meines Schwiegervaters überschattet. Alles ging sehr schnell, auch wenn es nicht unerwartet bei der jahrelangen Herzkrankheit geschehen ist. Auch hier konnte ich wieder von einigen Kulturunterschieden lernen, wie es abgehalten ist und wie – meiner Meinunng nach – Finnen tapfer mit dem Thema Tod umgehen. Vielleicht nicht alle, aber mehrere Beispiele haben es schon bestätigt.
Dezember ist kein Weihnachtsstress. Ehrlich gesagt, bin ich froh, wenn’s vorbei ist. Denn diese Zeit ist die dukleste Zeit. Eine Ladung Schnee kam Ende November (50 cm) und ist dann auch wieder weg. Das macht es miserabel. Erst recht im Hauptstadtgebiet. Wie mein Mann treffend am 27.12. immer aufschreit – “Jetzt kommt Frühling” und an seinem Geburtstag im Februar “Jetzt kommt Sommer” – dennoch Frühling in meiner Verständnis kommt nicht vor Mai – Mitte Mai hier!!! Aber zumindest kommt LICHT und das ist auch gut. Blah, Winter. Alljährlich besuchten wir natürlich Deutschland zur Adventszeit (ein kurzer Besuch mit finnischen Freunden in Köln und dann Familie und Freunde in Hagen). Etwas von der Atmosphäre möcht ich doch nicht missen, denn von Weihnachtsmärkten haben Finnen leider null Ahnung. Es sind – wenn man sie findet – Tagesveranstaltungen oder finden indoor statt. Dies und das schlürfen kann man nicht, da es leider um Alkohol ein Riesenhehl gemacht wird. Zwar sind die Bilder auf den deutschen Weihnachtsmärkten manchmal auch gewöhnungsbedrürftig, wenn ein Eierpunsch über den Durst getrunken wurde, aber so ein Meer von Alkohol im Freien wäre hier nicht tragbar. Vor allem ist sowas sehr streng kontrolliert. Irgendwas fehlt, es liegt nicht an dem Alkohol, sondern allesamt an der Weihnachtsmarktkultur, der Gemütlichkeit, bei kleinen deutschen Märkten auch an dem kleinen Verkauf (hier sind es meistens Staubsaugerbeutel und Lakritzschlangen). Ähnlich zu finden an dem wunderschönen Hansa-Weihnachtsmarkt in Tallin in Estland. Dort war ich mal vor Jahren. Aber auch in Helsinki an den Esplanaden wurden die hässlichen alten orangen Plastikzelte mit schönen Holzhäusschen ersetzt. Das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, zumal die Esplanaden eine der architektonisch schönsten Strassen der Hauptstadt ist. Im Dezember gewöhnlich kommt die ganze, grosse Verwandschaft meines Mannes zu uns, da unser Städtchen auch sehr weihnachtsstimmungsangehaucht ist. Schön ist es traditionen zu bewahren.
Und bald geht das erste Jahr in der neuen Firma zu Ende und ich bin immer noch sehr happy. Wir hatten auch unzählige Feier und ich fühle mich gut aufgenommen. Und das heisst was
Und mein Leihkater Oliver hat wieder Winterblues und will bei uns bleiben, wogegen ich natürlich keine Einwände habe.
Ich gelobe meinen Lesern Besserung im kommenden Blogjahr – kürzer und öfter zu schreiben. Jetzt geh ich wieder meine Antibiotika einnehmen.
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